Nordrhein-Westfalen (NRW)

Nordrhein-Westfalen ist das bev√∂lkerungsreichste Bundesland in Deutschland. 18 Millionen Menschen leben auf rund 34.000 Quadratkilometern. NRW hat mehr Einwohner als die Niederlande, Belgien, √Ėsterreich oder die Schweiz. Nordrhein-Westfalen ist in f√ľnf Regierungsbezirke unterteilt: D√ľsseldorf, K√∂ln, M√ľnster, Detmold und Arnsberg. Es gibt 31 Kreise mit 373 kreisangeh√∂rigen Kommunen und 23 kreisfreie St√§dte. 29 St√§dte haben mehr als 100.000 Einwohner. Die gr√∂√üte Stadt im Lande ist mit rund einer Million Einwohnern K√∂ln. Knapp die H√§lfte Nordrhein-Westfalens wird landwirtschaftlich genutzt, ein Viertel ist von Wald bedeckt. Kulturell ist das Land kein homogener Raum, da die Bewohner der drei Landesteile Westfalen, Rheinland und Lippe ihre kulturelle Identit√§t meist √ľber die unterschiedliche Kultur und Geschichte des jeweiligen Landesteils definieren.

Wirtschaftsstärkstes Bundesland

Nordrhein-Westfalen ist in absoluten Zahlen das wirtschaftsst√§rkste Bundesland Deutschlands und eine der wirtschaftsst√§rksten Metropolregionen Europas. W√§re es ein eigenst√§ndiger Staat ‚Äď es w√§re eine der st√§rksten Exportnationen der Welt.

70 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten im Mittelstand

37 der 100 größten deutschen Unternehmen haben ihren Sitz an Rhein und Ruhr. Nordrhein-Westfalen ist die Heimat der Global Player.

Nordrhein-Westfalen ist aber keineswegs nur ein Land der großen Konzerne, sondern insbesondere auch des Mittelstands. 99 Prozent der Unternehmen, mehr als 70 Prozent der Arbeitnehmer und mehr 80 Prozent der Auszubildenden gehören zum Mittelstand.

Die 10 größten Städte in NRW

  • K√∂ln: 995.420 Einwohner
  • Dortmund: 584.412 Einwohner
  • D√ľsseldorf: 584.217 Einwohner
  • Essen: 579.759 Einwohner
  • Duisburg: 494.048 Einwohner
  • Bochum: 378.596 Einwohner
  • Wuppertal: 353.308 Einwohner
  • Bielefeld: 323.615 Einwohner
  • Bonn: 317.949 Einwohner
  • M√ľnster: 273.875 Einwohner

Geschichte

Als die Briten am 23. August 1946 das Land Nordrhein-Westfalen aus der Taufe hoben, geschah das unter dem Codenamen ‚ÄěOperation marriage‚Äú. Aus dem n√∂rdlichen Teil der preu√üischen Rheinprovinz und der preu√üischen Provinz Westfalen wurde das Land Nordrhein-Westfalen gebildet. Am 21. Januar 1947 trat die Vereinigung des Landes Lippe mit Nordrhein-Westfalen in Kraft.

Nie wieder sollte das Ruhrgebiet mit seiner Schwerindustrie zur Waffenschmiede Deutschlands werden.

Um die politischen und wirtschaftlichen Hemmnisse der internationalen "Ruhrkontrolle" dennoch zu √ľberwinden, wurde 1951 die Montanunion gegr√ľndet. Sie wurde das "Schwungrad" des wirtschaftlichen Aufstiegs. Im gleichen Jahr trat das Montan-Mitbestimmungsgesetz in Kraft: In Kohle- und Stahlunternehmen sa√üen seitdem Aktion√§re und Arbeitsnehmer im Aufsichtsrat.

Das Wirtschaftswunder machte Wohlstand f√ľr viele m√∂glich. Ma√ügeblichen Anteil daran hatten die rund 14 Millionen Gastarbeiter in Deutschland. Viele von ihnen blieben. "Man rief Arbeitskr√§fte, und es kamen Menschen", kommentierte der Schriftsteller Max Frisch den damit verbundenen notwendigen Wandel der Einstellung gegen√ľber den Zuwanderern.

Erste Risse im Wohlstandsputz zeigten sich in der Kohlekrise 1964. Mit einer sogenannten "konzertierten Aktion", einem 1968 in Kraft getretenen Kohlegesetz und der Gr√ľndung der Ruhrkohle AG, sollten die Probleme √ľberwunden werden. Das gelang nur vorl√§ufig. Denn die erste Kohlekrise war Beginn eines viele Jahrzehnte w√§hrenden und schmerzhaften Strukturwandels im Ruhrgebiet.

1987 traten die Stahlkocher zum ersten Mal seit 50 Jahren in den Streik. Vier Jahre sp√§ter wurde dann das Aus f√ľr das Walzwerk in Rheinhausen verk√ľndet ‚Äď ein Symbol f√ľr die tief greifende Strukturkrise des Ruhrgebiets.

Seitdem versucht Nordrhein-Westfalen verstärkt moderne Industrien und Dienstleistungen aufzubauen.

Literatur / Quellen

Landesportal Nordrhein-Westfalen (Website, 11.03.2010).

Wikipedia: Nordrhein-Westfalen (11.03.2010).

 

 

 
 

Regionen

 
 

Bitte Spenden Sie!

Für unsere aktuellen Arbeiten zum Thema Versorgungssicherheit und für unser
Forschungsprojekt:

Atlas der Kriege und Ressourcenkonflikte

 

 

Henrik Paulitz: StromMangelWirtschaft

Henrik Paulitz
StromMangelWirtschaft
Taschenbuch, Farbdruck
Akademie Bergstraße, 2020

 

Henrik Paulitz: Kriegsmacht Deutschland?

Henrik Paulitz
Kriegsmacht Deutschland?
Buch, DIN A4 Farbdruck
Akademie Bergstraße, 2018

 

Henrik Paulitz: Anleitung gegen den Krieg

Henrik Paulitz
Anleitung gegen den Krieg
Taschenbuch
Akademie Bergstraße, 2016
2. Aufl. 2017, 3. Aufl. 2019